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Di fréier Bëscheef . Les évêques précédents  
8. Februar 2011

Jean-Joseph Koppes

(1883-1918)

Der aus Canach gebürtige Lehrerssohn J.-J. Koppes folgte Bischof Adames 1883 als Oberhirte der Luxemburger Diözese.

Die bis dahin umstrittene Dominikanerinnengemeinschaft um Clara Moes wurde zu Beginn seines Episkopats anerkannt. Das vor allem durch Laienkräfte getragene und vom deutschen Katholizismus inspirierte katholische Verbandswesen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde von ihm gefördert (Gründung von katholischer Volkshochschule, Volksverein, Akademiker-Verein, Rechtspartei), so dass der Katholizismus zur führenden kulturellen und letztlich auch politischen Kraft in der Luxemburger Gesellschaft nach dem Großen Krieg werden konnte. Dieser Entwicklung gingen freilich heftige und hartnäckige Kämpfe, besonders um das umstrittene Schulgesetz (1912) und um Presseangelegenheiten voraus, bei denen Koppes eine intransigente Haltung einnahm und das Verhältnis Staat-Kirche, das im 19. Jahrhundert nie gesund gewesen war, stark präjudizierte.

Bischof Koppes ist vor allem als Kampfbischof, in Frontstellung zu Liberalismus, Sozialismus und Freimaurertum, in die Geschichte eingegangen.

Foto: Luxemburger Wort

Georges HELLINGHAUSEN
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