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Oktav 2016 . Octave 2016  
13. April 2016

Die Marienverehrung in Luxemburg in ihrem historischen Kontext

Ausstellung zum 350. Jubiläum der Erwählung der Consolatrix Afflictorum zur Patronin der Stadt Luxemburg

Schon frühzeitig verbreitete sich unter den Christen die Praxis, Menschen, die durch ihre Taten, insbesondere durch ihr Martyrium als besondere Beispiele für Glaubenstreue und Gottesfürchtigkeit galten, zu verehren und um Beistand bei Gott anzurufen. Auch die Gottesmutter Maria zählte mehr und mehr zu diesen Personen.

Bereits im 5. Jahrhundert wurde sie in Zeiten drohenden Krieges um Schutz angerufen. Auch läßt sich die Neigung beobachten, in das religiöse Denken und Leben ein weibliches Element einzubringen. Die Gläubigen feierten immer mehr Marienfeste und räumten der Mutter Gottes zunehmend eine Vorrangstellung ein. Die Anrufungen Mariens vervielfältigten sich, ihre Funktion als Fürsprecherin der Gläubigen bei Gott verdichtete sich und breitete sich aus.

Vor allem im Westen der Christenheit bestand ein Bedürfnis nach ihr als Helferin in der Not, der immer mehr Kirchen geweiht wurden. Daneben entwickelte sich in ihrer Verehrung auch eine politische Komponente. Schon im Mittelalter wählten Städte die Mutter Gottes zur Patronin. Maria sollte Einheit und Frieden im Inneren und Schutz gegen Bedrohungen von außen garantieren. Bildlich gesprochen breitete sie ihren Mantel aus und barg darunter die einzelnen Gläubigen wie ganze Gemeinwesen und Heere sowie die Christenheit. Politik und Religion waren nicht voneinander getrennt, sondern eng miteinander verflochten.

Gerade im 16. und 17. Jahrhundert war Maria für die katholische Kirche eine Vorkämpferin gegen das Böse, die den Heeren aktiv zur Seite stand und sie zum Sieg führte. Im Kampf gegen Osmanen und Protestanten wurde es üblich, sie im Rosenkranzgebet oder dem Ave Maria anzurufen und um die Vernichtung der Feinde zu bitten. Wenig erstaunlich, daß die spanische Flandern-Armee, die im 17. Jahrhundert von Franziskanern und Jesuiten geistlich betreut wurde, durch die Gründung marianischer Bruderschaften unter den Soldaten stark katholisch geprägt war...

Im Rahmen des 350. Jubiläums der Erwählung der Consolatrix Afflictorum zur Patronin der Stadt Luxemburg lädt das Diözesanarchiv Luxemburg vom 16. April bis 1. Mai 2016 zu einer Ausstellung in die Kathedrale. Unter dem Titel „Die Marienverehrung in Luxemburg in ihrem historischen Kontext“ werden auf mehreren Rollups (in deutscher und französischer Sprache) folgende Themen behandelt:

  • I. Marienverehrung im Herzogtum Luxemburg im 16. und 17. Jahrhundert
  • II. Luxemburg im 17. Jahrhundert
  • III. Maria Consolatrix Afflictorum als Patronin von Stadt und Land Luxemburg
  • IV. Die Erwählung der Maria Consolatrix Afflictorum zur Patronin der Stadt Luxemburg

Die Ausstellung ist während der Oktave in der Kathedrale zu besichtigen. Zur Ausstellung hat das Diözesanarchiv ebenfalls eine Broschüre erstellt (siehe unten), die ebenfalls vor Ort erhältlich ist.

Broschüre - Brochure (PDF)
 
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