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29. Dezember 2019

12 Wünsche zum Neujahr

Mutmachende Worte fürs Jahr 2020 für jeden von uns von Pater Théo Klein SCJ

Das Neue Jahr 2020 mit seinen vielen Tagen, Wochen und Monaten liegt vor uns. Vielleicht ist das neue Jahr teilweise schon verplant. Wir sind gespannt auf das, was im Laufe des Jahres auf uns zukommen wird. Das Jahr 2020 ist für uns alle, trotz allen Prognosen ein unbeschreibliches Blatt. Was wird im Laufe des Jahres auf uns zukommen? Hoffentlich Gutes und Beglückendes! Überall hören wir Wünsche zum Auftakt des Neuen Jahres, dass es möglichst besser werden soll als im alten, zumal dann wenn man gerade ein schweres leidvolles Jahr hinter sich gebracht hat. Kennt nicht jeder von uns Menschen, die froh sind, dass das Jahr 2019 für sie endlich abgeschlossen ist, weil sie mit schweren Schicksalsschlägen von Krankheit, Abschied, Trauer, Enttäuschung hart betroffen waren? Sie schauen mit gemischten Gefühlen auf das Neujahr. Anderen, denen es gut geht, schauen gespannt voller Optimismus und Tatendrang auf das Neue Jahr. Mit dem Jahr 2020 betreten wir alle Neuland.

Mutmachende Worte können helfen, den Übergang zu wagen oder sich auf Neues einlassen. Ich möchte jedem 12 gute Wünsche mit auf dem Weg fürs Jahr 2020 geben.

1. Ich wünsche Dir, dass Du die Sehnsucht der Weite in Deinem Leben entdeckst, die Dir eigentlich immer Freude machen muss. Uns allen tut der Blick in die Weite gut. Manchmal ist solch ein Panoramablick wie bei den Bergsteigern auf den Gipfeln eine Art Therapie…

2. Ich wünsche Dir, dass Du Dein eigenes Herz und das der anderen spürst. Du weißt, dass es Menschen gibt, in deren Nähe wir uns wohl fühlen, und es gibt Menschen bei denen uns fröstelt. Alles tun, damit der Herzlosigkeit ein Ende gesetzt wird. Der Mensch ist keine kaltblütige und herzlose Maschine,sondern Ebenbild Gottes, von wem er vom Schöpfer ein Herz zum Lieben geschenkt bekam. Tragen wir dazu bei, dass der Mensch mit seinen Gefühlen im Einklang ist. Es geht um die Echtheit des Menschen. Die Herzlichkeit ist mehr als oberflächliche Sensibilität.

3. Ich wünsche Dir Weisheit, das Gespür für das, worauf es ankommt. Die Weisheit lässt die Werte aufleuchten, die das Leben tragen und schärft den Blick für die Unwerte, die das Leben bedrohen. Die Weisheit ist nicht an Intelligenzquotienten und Bildungsgrade gebunden. Ich kenne – Gott sei gedankt! - viele einfache weise Menschen, Menschen mit einer „Intelligence du Coeur“.

4. Ich wünsche Dir Toleranz, die wir alle dringend brauchen. Tolerante Menschen sind klüger als Tyrannen jeglicher Diktaturen. Ich inspiriere mich gerne an der Geschichte vom barmherzigen Samariter, wo doch die Samariter damals ein erklärtes Feindbild waren. Oder der Umgang Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Jesus hat Respekt vor dieser Frau. Er redet liebevoll mit ihr. Wie intolerant sind die Jünger, die entsetzt sind, die derartige Tabubrüche nicht verstehen konnten. Toleranz hat nichts mit Glaubensschwäche, Charakterlosigkeit, Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit zu tun. Wer wirklich tolerant ist, braucht tiefe Überzeugungen. Toleranz hat nichts mit Relativismus zu tun, als gäbe es keine verbindlichen Wahrheiten und und Werte.

5. Ich wünsche Dir Begegnungen mit interessanten Menschen, die Dich nicht in die Enge treiben, sondern Dich ihrer Weite und Offenheit erreichen und erfreuen. Abkapseln ist fehl am Platz.

6. Das Leben möge Dich fordern und fördern und in engster Verbundenheit mit der Kirche und der ganzen Menschheit teilnehmen lassen an „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, denn sie nehmen auch teil an Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi“ (Gaudium et Spes 1). Die ganze Welt eine geistlich-menschliche Heimat.

7. Mögest Du ein hörendes Herz haben, wie es im Jakobusbrief 2,19 heißt: „…schnell bereit sein zu hören“ und zwar mit kritischem Blick und wachem Geist. Mögest Du „zurückhaltend sein im Reden und nicht schnell zum Zorn bereit“ und wenn Du sprichst, möge Dein klares und wahres Wort Dir immer Stütze, Stab, Rückenwind und Richtschnur sein.

8. Ich wünsche Dir Gespräche auf Augenhöhe, Telefongespräche und E-mails, Smsen von Menschen, die Dir zeigen, wie gut es ist, dass es Dich gibt und dass Du der bist, der Du bist. Was ich Dir nicht wünsche sind Begegnungen mit moralinsauren, gehässigen und verbitterten Kleingeistern.

9. Ich wünsche Dir, dass Du Deine Gesundheit nicht überforderst und in rechtem Maß mit Deinem Bruder Leib und Deiner Schwester Seele treu und fürsorglich umgehen! Denk an den Satz von Pater Anselm Grün: „Der Körper lügt nicht!“

10. In Zeiten der Versuchung, wo die Dämonen in Deiner Traurigkeit oder im Übermut in welcher Form und Verpackung mit welchen Schlichen und Raffinessen auch immer, an der Tür Deines Herzens anklopfen, mögest Du den Frieden Christi, der alles Böse in Deinem Herzen überwindet, heilighalten.

11. Mögest Du Dich mit „leidenschaftlicher Gelassenheit und gelassener Leidenschaft“ (Kurt Kardinal Koch) den Herausforderungen des Jahres 2020 stellen! Mögest Du einen guten Schlaf haben, denn den „Seinen gibt der Herr den Schlaf“. Mögen die Träume Dich kräftig stärken, Dich ermutigen und Dir ins Gewissen reden, wenn es sein muss!

12. Humor und Freude dürfen im Neujahr nicht fehlen. Wer Humor hat, geht viel leichter seinen Weg. Es tut gut, über sich selbst zu lachen. Dadurch bekommst Du eine gesunde Distanz zu dir. Wie sagte der gute Papst Johannes XXIII.: „Giovanni, nimm dich nicht so wichtig!“ Viele Probleme wären nicht allzu schwer, wenn man sich selbst dabei nicht zu tierisch ernst nehmen würde. Mit Humor kann man seine eigenen Unvollkommenheiten und denen der anderen besser umgehen. Wer Humor hat, reagiert nicht zynisch, nicht verzweifelt oder kalt. Vielen Menschen wurde das Leben durch selbstkritischen Humor und freudvolle Ausstrahlung erleichtert. Dadurch stößt das Leben einem nicht sauer auf. Pater Fidelis Ruppert, der frühere Abt von Münsterschwarzach schreibt in seinem Buch Geistlich kämpfen lernen (S.95): „...es ist gut zu wissen, dass auch ein humorvoller Umgang mit unseren Problemen ein geistlicher Weg sein kann. Es lohnt sich, aus einem gesunden Gottesvertrauen heraus einen solchen geistlichen Humor zu entwickeln. Vielleicht kann diese Art Humor etwas von der Kraft jenes Senfkornglaubens haben, der Berge versetzten kann“ (vgl Mt 17,20).

Mit meinen besten Glück- und Segenswünsche zum Neujahr

Dein Pater Theo Klein SCJ

Théo KLEIN s.c.j.
 
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