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2. Oktober 2019

Qualitatives Wachstum: nachhaltige Entwicklung und sozialer Zusammenhalt des Landes

Caritas Luxemburg hat Sozialalmanach 2019 veröffentlicht

Sie stellten den Sozialalmanach 2019 vor: Präsidentin Marie-Josée Jacobs, Robert Urbé und Carole Reckinger. (Foto: Caritas)

Die Wirtschaft nimmt jede technologische Entwicklung im Hinblick auf den Ertrag an,
ohne auf mögliche negative Auswirkungen für den Menschen zu achten.
Die Finanzen ersticken die Realwirtschaft.
Man hat die Lektionen der weltweiten Finanzkrise nicht gelernt,
und nur sehr langsam lernt man die Lektionen der Umweltschädigung.
In manchen Kreisen meint man, dass die jetzige Wirtschaft und die Technologie alle Umweltprobleme lösen werden…
Der Markt von sich aus gewährleistet aber nicht
die ganzheitliche Entwicklung und die soziale Inklusion…
Man wird nie genug darauf hinweisen können, welches die tiefsten Wurzeln
des gegenwärtigen Ungleichgewichts sind, die mit der Ausrichtung, den Zielen,
dem Sinn und dem sozialen Kontext des technologischen
und wirtschaftlichen Wachstums zu tun haben.

Papst Franziskus in N° 109 seiner Enzyklika Laudato si’, 18. Juni 2015

Im Vorfeld der Rede des Premierministers zur Lage der Nation, die dieses Jahr vom Frühjahr in den Herbst verschoben wurde, veröffentlicht Caritas Luxemburg die 13. Ausgabe ihres Sozialalmanachs, zum Thema „Qualitative Wuesstem“. Qualitatives Wachstum, in gesellschaftspolitischen Debatten und in den Medien immer weiter thematisiert, und Thema unseres diesjährigen Almanachs, lenkt den Blick auf eine nachhaltige Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt des Landes.

Bevor ein Blick in die Zukunft riskiert werden kann, bietet der Sozialalmanach eine Retrospektive auf die Elemente der letzten Rede zur Lage der Nation, die Sozialpolitik 2018/2019, das Europäische Semester und die Umsetzung der Strategie Europa 2020 in Luxemburg. Danach werden Parlamentswahlen 2018, die Regierungserklärung vom 11. Dezember 2018 und das Regierungsprogramm 2018-2023 thematisiert, dies in einem Sonderkapitel, das es normalerweise nur alle fünf Jahre gibt. Am Schluss dieses ersten Teils gehen wir auf unumgängliche Elemente und Probleme ein, die in die Erklärung des Premierministers am 8. Oktober 2019 einfließen dürften.

Im zweiten Teil können, wie immer, nicht alle Themen behandelt werden, weil weder genügend Platz, noch die nötigen Autoren verfügbar waren. Dennoch folgen nach dem Vorwort des Ministers für Raumplanung und Energie sechzehn Beiträge die sich auf je eigene Weise mit dem gesetzten Thema auseinandersetzen. Zunächst wird das Terrain in drei Artikeln vorbereitet, in denen grundsätzliche Überlegungen zu Wachstum und menschlicher Entwicklung präsentiert werden, die Anfälligkeit des aktuellen Entwicklungsmodells seziert wird sowie eine andere Herangehensweise vorgestellt wird. Danach wird ein kritischer Blick auf den Zusammenhang zwischen Migration und nachhaltiger Entwicklung geworfen. Die nächsten drei Autoren, Gäste aus den angrenzenden Regionen Deutschlands, Belgiens und Frankreichs, untersuchen die Thematik aus der Sicht der Großregion. Anschließend wird abgeklärt, inwiefern die Kreislaufwirtschaft einen Ausweg aus der Wachstumsfalle bedeuten kann. Danach wird erklärt, wie weit die Digitalisierung Chancen und vor allem Risiken für die Beschäftigung und die Beschäftigten mit sich bringen kann. Dass, um dem Klimawandel zu begegnen, ein grundlegender Wandel der Haltungen notwendig ist, lehrt uns der nächst Artikel, bevor danach gefragt wird, welche Bedeutung eine Formel wie „qualitatives Wachstum“ für Raumplanung und Urbanismus haben kann. Die staatlichen Aktionen in diesem Bereich stehen im Focus der beiden nächsten Beiträge, und zwar die Methoden und Instrumente der Raumplanung sowie der Rifkin-Prozess zur Dritten Industriellen Revolution. Sodann wird am Beispiel Irland, das in Vergangenheit und Gegenwart, mit einer kleinen Durststrecke zwischendurch, teilweise eine ähnlich rasante Entwicklung wie Luxemburg genommen hat, dieses Entwicklungsmodell analysiert und seine Revision gefordert. Der vorletzte Artikel diskutiert Konsequenzen und Grenzen des demografischen Wachstums für das sozio-ökonomische Modell Luxemburgs und am Ende befindet sich ein Plädoyer für eine andere Sicht auf das Alter und für intergenerationelle Fairness.

Den zweiten Teil abschließend bringen wir dann die Antworten, die auf einen Aufruf an zwanzig Jugendvereinigungen bei uns eingegangen sind. Leider waren dies nur drei von zwanzig, aber es ist schon interessant, was die Jugend zu diesem sie doch elementar angehenden Thema zu sagen hat.

Die Statistiken und Grafiken des dritten Teils illustrieren die ersten beiden Teile und zeichnen die Entwicklung der Europa-2020-Strategie auf.


Der Sozialalmanach 2019 der Caritas bringt Fragen zur sozialen Entwicklung Luxemburgs auf den Punkt: Qualitative Wuesstem

• Das soziale Jahr März 2018 – Juli 2019 in Luxemburg
-  Regierungsprogramm vage und nicht ambitioniert genug
-  Qualitatives Wachstum noch nicht mehr als eine Worthülse
-  Wesentlicher Impulse für die Wohnungspolitik notwendig
• Qualitatives Wachstum, beleuchtet aus nationalen und internationalen Perspektiven
-  Neue Paradigmen gesucht, Umdenken erfordert
-  Luxemburgs Wirtschaftsmodell am Limit
-  Auswege gesucht, Ansätze vorhanden
• Die soziale Entwicklung in Zahlen
-  Armutsziele der Europa 2020 – Strategie nicht mehr zu erreichen
-  Ungleichheiten weiter auf dem Vormarsch
-  Wachstum offensichtlich eher quantitativ


Autoren und Autorinnen
TOM BECKER ▪ MURIEL BOUCHET ▪ DAVID BÜCHEL ▪ ROGER CAYZELLE ▪ ULLA CONNOR ▪ TOM EISCHEN ▪ HENRI HAMUS ▪ SEẤN HEALY ▪ MARKUS HESSE ▪ PASCALE JUNKER ▪ ANNEGRET KRAMP-KARRENBAUER ▪ KARL-HEINZ LAMBERTZ ▪ STÉPHANIE MERTZ ▪ BERND NILLES ▪ KARINE PARIS ▪ CAROLE RECKINGER ▪ STEFAN SALZMANN ▪ PHILIPPE SEIDEL-LEROY ▪ MATHIAS SCHILTZ ▪ NORRY SCHNEIDER ▪ CHRISTIAN SCHULZ ▪ GÉRARD TRAUSCH ▪ SKERDILAJDA ZANAJ ▪ ROBERT URBÉ

Quelle: Caritas Luxemburg

 
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