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5. November 2019

Hoher Besuch in der Pfarrkirche Waxweiler

Kardinal Hollerich feierte Pontifikalamt mit 400 Gläubigen

Kardinal Jean-Claude Hollerich beim Pontifikalamt in der Pfarrkirche Waxweiler an der Seite von Pfarrer Georg Josef Müller (rechts), dem Pfarreienrats- und Dekanatsratsvorsitzenden Michael Fischer (links) sowie Gottesdiensthelfer Paul Heinisch (Zweiter von links).

Waxweiler – Seit Papst Franziskus den luxemburgischen Erzbischof Jean-Claude Hollerich (61) Anfang Oktober zum Kardinal ernannt hat, ist „Eure Eminenz“ die korrekte Anrede. Davon machte auch Michael Fischer, Vorsitzender des Pfarreien- und Dekanatsrates, zu Beginn des Pontifikalamtes am 3. November in der Pfarrkirche Waxweiler Gebrauch. Doch mündete seine Begrüßung in die freundschaftlichen Worte „lieber Jean-Claude“, was dem hohen Geistlichen sichtlich gefiel. „Denn hier fühle ich mich zuhause“, sagte dieser den knapp 400 Gläubigen, die sich zum Gottesdienst versammelt hatten.

Mit der Pfarrei in der Westeifel ist er seit rund 20 Jahren verbunden. Seinerzeit war der in Vianden/Luxemburg aufgewachsene Hollerich Doktorand in Bonn und half vertretungsweise in der Seelsorge in Waxweiler und Umgebung aus. „Seither haben wir viele schöne Gottesdienste mit ihm gefeiert, und er hat immer in gütigen und aufbauenden Worten zu uns gesprochen“, erklärte Michael Fischer. „Hollerich ist einer von uns“, brachte es der Ortspfarrer Georg Josef Müller auf den Punkt. Und: „Er macht uns immer wieder froh.“ Bei aller Verbundenheit und Freundschaft seit zwei Jahrzehnten war dieser Gottesdienst gleichzeitig eine Premiere, dazu eine doppelte: Für Jean-Claude Hollerich war es das erste Hochamt seit seiner Ernennung zum Kardinal; und für die Pfarrei Waxweiler bedeutete es den ersten Besuch eines Kardinals.

Beim Pontifikalamt mit Kardinal Jean-Claude Hollerich – hier an der Seite von Ortspfarrer Georg Josef Müller – versammelten sich die Kinder zum Vaterunser um den Altar der Pfarrkirche Waxweiler.

In seiner Predigt beleuchtete Hollerich die Sprache der Kirche. „Wir Geistlichen müssen die Sprache der Leute sprechen“, betonte er – „doch das tun wir leider nicht immer“, räumte er ein. Mit den Leuten zusammen sein, an ihrem Leben teilnehmen, im Dialog mit ihnen bleiben, ihnen gut zuhören: Dann entstehe neues kirchliches Leben, davon gab sich der Kardinal überzeugt. Und erläuterte, wie das Christsein ein Weg zum Glück werden könne. „Wir brauchen unseren Glauben nicht hinauszuposaunen“, sagte er. „Aber wir sollten ihn mit Freude im Herzen und Selbstverständlichkeit leben.“ Ja, es gebe Schmerz, Leid und Tod, und das Christentum verspreche nicht, alle Sorgen auszuwischen. Doch sei das Wort von der Liebe Gottes und der Geborgenheit in seinen Händen keine leere Phrase. „Wir können mit dem Kreuz und durch das Kreuz glücklich leben“, lautete die Botschaft des Kardinals.

Dass Hollerich seit Jahren schon zum Willibrord-Fest nach Waxweiler kommt, hat noch eine weitere Bewandtnis. In seiner Funktion als luxemburgischer Erzbischof leitet er die traditionsreiche Springprozession zum Grabe des europäischen Heiligen in Echternach. Wegen der besonderen Verehrung Willibrords führen die Springergruppen aus der Pfarrei Waxweiler die Prozession an – begleitet vom Musikverein Lyra Waxweiler. Der spielte unter Leitung von Dirigent Horst Huppertz auch im Pontifikalamt auf. Die weitere musikalische Gestaltung hatten Angelika Lichter an der Orgel und der von Hans-Peter Gansen dirigierte Prümtal-Chor.

Herausgegeben von der Bischöflichen Pressestelle Trier

 
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