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Jugendliche aus Luxemburg helfen beim Bau einer Kirche in Thailand
Bausteine einer lebendigen Kirche
„... und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen!“ Mächtig klingen diese Worte, respekteinflößend und gleichzeitig vertraut. Sind wir nicht gewohnt in diesen Worten, an Petrus gerichtet, die Begründung des Papstamtes zu sehen? Wie überall auf der Welt, wurde dieses Evangelium am vergangenen Sonntag auch in dem kleinen thailändischen Ort vorgetragen, in dem die Jugendlichen aus Luxemburg am Neubau einer Kirche helfen.
Auf eine abenteuerliche Reise unter Leitung von Erzbischof Jean-Claude Hollerich haben sie sich eingelassen. Seit einigen Tagen wohnen sie hier. Tagsüber arbeiten sie auf der Baustelle, am Abend treffen sie sich zum Gebet und zum Austausch. An diesem Sonntag feiern sie gemeinsam mit den Leuten des Ortes Gottesdienst. Die Jugendlichen tragen der lokalen Tradition entsprechend bunte Hemden. Doch diese können auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich hier verschiedene Kulturen begegnen. Was sie verbindet, ist der gemeinsame Glaube.
Pater Vinai, der mit den Leuten der Pfarrei das Projekt vor Ort vorbereitet hat, macht in seiner Predigt den Gläubigen Mut: auch wir sind dazu berufen, Fels zu sein. Christus mutet uns zu, Fundament seiner Kirche zu sein, ja er braucht uns, um seine Kirche zu bauen. Wie leicht überhören wir diesen Ruf, wälzen die Verantwortung ab: nach Rom, zum Bischof, zum Pfarrer! So jedoch werden wir zu Zuschauern, statt zu Christen, die Glauben nicht nur feiern, sondern auch leben.
„... und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen!“ Der Blick wandert unwillkürlich im überfüllten Kircheraum umher: sind das die Leute, die Christus braucht? Und ganz unmittelbar: bin ich einer von denen, die gerufen sind?
Die Jugendlichen erleben hier fern von der Heimat eine ihnen ganz neue Wirklichkeit. Die Menschen teilen das Wenige, das sie haben. Sie öffnen ihre Häuser und Herzen, um Fremden Herberge und Freundschaft zu schenken. Die Jugendlichen ihrerseits erleben, dass Handy und Internet vielleicht doch nicht so wichtig sind. Indem sie Ziegel schleppen und Sand aus dem Fluss graben, spüren sie, dass auch sie etwas zu schenken haben. So werden sie selbst zu Bausteinen einer lebendigen Kirche. Das Abenteuer in Thailand geht weiter!
Bernhard W. Zaunseder
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