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Matdeelunge vum Äerzbëschoflechen Ordinariat . Communications de l’Administration diocésaine  
25. Mai 2020

Schutzkonzept des Erzbistums Luxemburg zur Durchführung öffentlicher Gottesdienste ab dem 29. Mai 2020

Das Erzbischöfliche Ordinariat teilt mit (VIII)

Einleitung

Nachdem die Regierung eine neue Phase der Lockerungen bekannt gegeben hat, können öffentliche Gottesdienste wieder vorsichtig und schrittweise aufgenommen werden. Es gilt dabei der öffentlichen Hygiene und der religiösen Pflichten und Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Wir können Gott nicht dienen indem wir den Dienst am Menschen vernachlässigen. Unser Dienst besteht in der jetzigen Situation auch darin den an der Liturgie Beteiligten und den Mitfeiernden den größtmöglichen Schutz zukommen zu lassen.

Décret concernant la célébration des messes et autres services religieux
25.05.2020

Im Folgenden gibt das Erzbischöfliche Ordinariat die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen bekannt, unter denen wieder öffentliche Gottesdienste erlaubt sind. Das vorliegende Schutzkonzept wurde von den zuständigen staatlichen Behörden geprüft.

Die Pfarrmoderatoren bzw. die Pfarrer oder Sektorenverantwortlichen (Pfarrei „Lëtzebuerg Notre-Dame“) sowie die Oberen der Klostergemeinschaften mit einer Kapelle oder einem Oratorium, das für Gläubige offensteht, sind für die Einhaltung der Schutzregeln verantwortlich.

Die folgenden Anweisungen beziehen sich sowohl auf Eucharistiefeiern als auch auf Wortgottesdienste in ihrer jeweiligen Ausprägung (Andachten, Rosenkranz, eucharistische Anbetung usw.).

I. Allgemeine Anweisungen

1. Ab dem 29. Mai 2020 können wieder öffentliche Gottesdienste an Sonn- und Werktagen gefeiert werden. Dieses Datum ergibt sich aus der benötigten Vorlaufzeit zur Umsetzung der diesbezüglichen Schutzmaßnahmen. Die Kirchen, in denen Gottesdienste gefeiert werden, müssen nach den entsprechenden Vorgaben bestimmt und die Gottesdienstzeiten festgelegt und entsprechend bekannt gemacht werden (evtl. sind zusätzliche Gottesdienste vorzusehen). Diese Aufgabe obliegt dem Pastoralteam in Abstimmung mit dem Pastoralrat der Pfarrei. Die Kirchen sind nach den Maßgaben herzurichten und die an der Liturgie beteiligten Personen entsprechend zu informieren.

2. Um die Beschaffung von Schutzmaterial und die Beschilderung der Kirchen zu vereinfachen, hat der Kierchefong (www.kierchefong.lu) eine Plattform eingerichtet, auf der in Luxemburg hergestellte Desinfektionsmittel und anderes Schutzmaterial erworben werden kann. Außerdem findet man hier graphische Vorlagen, die für die Beschilderung hilfreich sind.

3. Mitwirkende an der Liturgie (Priester, Diakone und Laien mit ihren jeweiligen Aufgaben), die Symptome aufweisen, bei denen eine Corona-Erkrankung nicht auszuschließen ist, sind so lange nicht zum Gottesdienst zugelassen, bis ein Test mit negativem Befund bzw. eine völlige Genesung vorliegt.

4. Kleriker und Gläubige, die Symptome aufweisen, sind nicht zur Feier zugelassen.

5. Wenn es sich bei den MinistrantInnen um SchülerInnen handelt, ist nur ein einziger/eine einzige pro Gottesdienst zugelassen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass SchülerInnen, die im Lehrbetrieb in Gruppen eingeteilt sind, sich vermischen. Während der Feier trägt er/sie eine Schutzmaske.

6. Was die musikalische und gesangliche Gestaltung betrifft, ist sich an die Empfehlungen der staatlichen Instanzen zu halten.

7. Der Erzbischof entbindet weiterhin von der Sonntagspflicht.

II. Vorkehrungen, die vor der Wiederaufnahme des Gottesdienstes in den Kirchen zu treffen sind

  • Die Anzahl der Sitzplätze, die den Mitfeiernden zur Verfügung stehen, richtet sich einzig nach der Regel, dass zwischen den Teilnehmern 2 Meter Abstand nach rechts, links, vorne und hinten gewährleistet sein müssen. Die entsprechenden Plätze sind eindeutig (farbig) zu markieren. Je nach der Beschaffenheit des Raumes kann nur jede zweite Sitzreihe (Bank- oder Stuhlreihe) genutzt werden. Die Schließung von Sitzreihen ist dementsprechend kenntlich zu machen.
  • Wenn möglich sollen die Gehwege als Einbahnwege gekennzeichnet werden, damit die Menschen sich (beim Betreten der Kirche und beim Hinausgehen sowie beim Kommunionempfang) nicht kreuzen.
  • Nach Möglichkeit sollen sich Ein- und Ausgang unterscheiden.
  • Es dürfen keine Liederbücher ausgelegt werden.
  • Es ist darauf zu achten, dass die Weihwasserbecken alle leer sind.
  • Die Kommunion soll nur an einer Stelle ausgeteilt werden. An dieser Stelle sind auf dem Fußboden deutlich sichtbare Klebebänder anzubringen, die den vorgeschriebenen Mindestabstand von 2 m kennzeichnen.
  • Die Türgriffe zur Sakristei bzw. zur Kirche werden vor und nach dem Gottesdienst mit Desinfektionsmittel behandelt.
  • An den Eingängen sind Desinfektionsmittel bereit zu stellen, damit die Gottesdienstteilnehmer sich beim Betreten der Kirche die Hände desinfizieren.
  • Aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit von Sitzplätzen, ist eine Voranmeldung zum Gottesdienst erforderlich. So soll vermieden werden, dass Gläubige (u.U. mit langen Anfahrtswegen) aufgrund von Platzmangel zurückgewiesen werden müssten.
    • Damit es zu keinen Benachteiligungen kommt, erfolgt die Anmeldung nur per Telefon und
    • für jeden Gottesdienst neu.
    • Als Daten werden ausschließlich Name und Vorname der TeilnehmerInnen erhoben.
    • Die Daten dürfen zu keinem anderen Zweck genutzt werden.
    • Die Anmeldeliste für den jeweiligen Gottesdienst ist unmittelbar nach der Feier zu zerstören.
    • Es wird keine Kopie der Liste verwahrt.
    • Die diesbezüglichen Modalitäten sind in den jeweiligen Pfarreien zu klären.

III. Vor dem Gottesdienst

  • Alle Anwesenden in der Sakristei, insbesondere die Mitwirkenden an der Liturgie, tragen bis zum Beginn des Gottesdienstes Mund- und Nasenschutz und waschen sich die Hände gründlich mit Seife oder einem Desinfektionsmittel. Jeder benutzt ein eigenes Tuch oder Papiertücher zum Abtrocknen der Hände.
  • Die Hostien werden vor der Messfeier nicht berührt, sondern direkt aus ihrer Verwahrung in die Hostienschale oder das Ziborium geschüttet. Die Anzahl der zu konsekrierenden Hostien soll sich nach der Anzahl der GottesdienstteilnehmerInnen richten.
  • Da kein Kollektenkörbchen während des Gottesdienstes gereicht wird, ist am Ausgang ein Behältnis aufzustellen, in das die Besucher ihre Opfergabe legen.
  • Nach Möglichkeit soll die Eingangstür mittels eines Türstoppers offengehalten werden. Besteht diese Möglichkeit nicht, soll eine von der Pfarrei dafür bestimmte Person die Tür mit Einweghandschuhen öffnen bzw. offenhalten.
  • Beim Betreten der Kirche wahren die Gläubigen einen Mindestabstand von 2 m. Im Eingangsbereich sind entsprechende Markierungen auf dem Fußboden vorzusehen.
  • Die TeilnehmerInnen tragen beim Betreten des Gotteshauses einen Mundschutz, wenigstens so lange, bis sie ihren gekennzeichneten Platz eingenommen haben. Es wird empfohlen, dass der Mundschutz auch während des Gottesdienstes getragen wird.
  • Menschen, die in einer Hausgemeinschaft wohnen, werden nicht getrennt.
  • Alle TeilnehmerInnen müssen einen Sitzplatz haben. Stehplätze sind nicht möglich.
  • Vom Pfarrer beauftragte Personen überwachen die Einhaltung dieser Ordnung und prüfen in freundlicher Weise die Anmeldungen beim Eintritt.

IV. Während des Gottesdienstes

  • Während der Gottesdienstfeier ist es ratsam, dass die Gläubigen ihre Schutzmaske tragen.
  • Während der Eucharistiefeier sind die eucharistischen Gestalten (Hostien und Wein) mit einer Palla bzw. einem Tuch abzudecken, um eine eventuelle Tröpfcheninfektion durch den Atem des Priesters zu verhindern.
  • Der Friedensgruß durch Händedruck oder sonstige körperliche Berührung entfällt.
  • Nur der Vorsteher der Eucharistie kommuniziert am Kelch. Konzelebranten kommunizieren mit größter Vorsicht «per intinctionem».
  • Nach dem eigenen Kommunionempfang desinfiziert der Hauptzelebrant und ggf. der/die Kommunionspender-in die Hände (vor dem Austeilen der Kommunion).
  • Der Dialog „Der Leib Christi“ – „Amen“ wird vor dem Kommuniongang gemeinsam gesprochen. Er entfällt bei der Einzelkommunion. Die Reichung und der Empfang der Kommunion erfolgen still und mit Andacht.
  • Der/die Kommunionspender-in muss während des Austeilens der Kommunion eine Schutzmaske tragen.
  • Sowohl der Kommunionspender als auch der Kommunionempfänger achten auf die markierten Linien auf dem Fußboden, um den gebotenen Abstand zueinander zu wahren.
  • Die Kommunion ist nur auf die Hand zu reichen. Die Mundkommunion ist nicht erlaubt.

V. Nach dem Gottesdienst

  • Nach Abschluss des Gottesdienstes verlassen die TeilnehmerInnen reihenweise das Gotteshaus. Sie tragen dabei ihren Mundschutz und achten auf den nötigen Mindestabstand.
  • Die Kontaktflächen in der Kirche sowie liturgische Gefäße und Mikrofone, insbesondere wenn sie von mehreren Personen benutzt werden, müssen desinfiziert werden. Wenn die Mikrofone durch einen Plastiküberzug geschützt werden, ist dieser nach dem Gottesdienst unter Beachtung der Hygienevorschriften (Handschuhe, Maske) in einem geschlossenen Behälter zu entsorgen.

VI. Gottesdienste in Institutionen und im Freien

Bei Gottesdiensten in Institutionen (Heime, Kliniken, Gefängnis usw.) gelten auch die hauseigenen Bestimmungen.

Gottesdienste im Freien sind unter Wahrung der hier angeführten Anweisungen möglich. Prozessionen, die üblicherweise vor den Sommerferien stattgefunden hätten (Fronleichnam, Pfingsten usw.) entfallen in diesem Jahr. Über die Möglichkeit von Prozessionen an Mariä-Himmelfahrt kann augenblicklich noch nicht entschieden werden.

VII. Taufen und Trauungen

Taufen und Trauungen sollen nicht vor Mitte September gefeiert werden. Bei zulässigen Ausnahmen gelten die hier angeführten Anweisungen.

VIII. Begräbnismessen

Diese sind möglich. Außer der vorherigen Anmeldung gelten auch hier die angeführten Anweisungen. Die Angehörigen sind über die maximale Anzahl der zur Verfügung stehenden Sitzplätze und die geltenden Schutzbestimmungen vorab zu informieren.

Weitere Bestimmungen

Krankenkommunion

Diese ist nur unter strikter Beobachtung besonderer Vorsichtsmaßnahmen möglich, da ein erhöhtes Gefahrenpotenzial sowohl für den Empfänger als auch für den Spender besteht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind:

  • die Behandlung der Pixis mit einem Desinfektionsmittel;
  • die vorsichtige Entnahme der konsekrierten Hostien aus dem Ziborium durch Tragen von einer Maske und Handschuhen;
  • die Vermeidung von unnötigen Kontakten bis zur Person, die die Kommunion empfängt;
  • der/die Kommunionspender-in trägt während der Spendung obligatorisch einen Mund-Nasenschutz;
  • vor der Kommunionspendung desinfiziert er/sie sich die Hände oder trägt ungebrauchte Einweghandschuhe;
  • dieselbe Pixis soll nicht von verschiedenen Kommunionspendern benutzt werden.

Beichte

Die Beichte ist möglich, wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann. Die Beichtstühle dürfen nicht benutzt werden. Sowohl der/die Beichtende wie auch der Priester sollen Mundschutz tragen.

Luxemburg, den 25. Mai 2020

Schutzkonzept des Erzbistums Luxemburg zur Durchführung öffentlicher Gottesdienste ab dem 29. Mai 2020
 
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