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Wie schmeckt uns das Leben?

Sonntagskommentar zum 5. Sonntag im Lesejahr A - Fränk Strock, diacre-éducateur (08.02.2026)

Am Montag sind die Kinder mit ihren Lichtern von Haus zu Haus gegangen und haben „Léiwer Härgotts Bliesschen“ gesungen. Im Evangelium von „Maria Liichtmess“, oder wie das Fest heute genannt wird „Die Darstellung des Herrn“, hat der alte Simeon Jesus in die Arme genommen und unter anderem gesagt: „…ein Licht, das die Heiden erleuchtet“ (Lk 2,32).

Als Kinder an unserer Haustür klingelten, habe ich ihnen kurz das Fest erklärt und ihnen mit auf den Weg gegeben, dass sie nun die seien, die Jesu Licht unter die Menschen bringen. Als getaufte Kinder Gottes sind wir berufen ein Licht zu sein für unsere Umwelt, und im Konzert aller Getauften diese Welt zu erleuchten.

Die heutige Welt wird immer dunkler: eine Krise jagt die andere, es herrscht Krieg, alte Gespenster aus den 1930ger und 40ger Jahren kommen wieder auf, seriöse journalistische Arbeit wird durch Kurzbeiträge von Influencern und anderen ersetzt und KI liefert auf Fragen ein Sammelsurium von Antworten die nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft sind. All das gesellt sich zu altbekannten Problemen. Unsicherheit und Angst breiten sich aus. Menschen gebrauchen zwar dieselben Worte, verstehen sich aber dafür nicht, da die Inhalte nicht für jeden dieselben sind. Menschen in Veranwortungspositionen nutzen diese nur noch für ihre eigene Zwecke aus. Jeder von uns könnte diese Liste noch Vieles zufügen.

Wir Kinder Gottes haben in dieser Zeit die Aufgabe der Propheten, die im alten Testament Jesu Leben voraussagt. Welches sind diese Voraussagen? Es sind Botschaften der Hoffnung. Gott ist nicht fern von uns Menschen, Er sitzt nicht auf einer Wolke und wirft nach Belieben einen Sonnenstrahl oder einen Blitz auf uns. Er sorgt sich um uns Menschen und will uns durch die Krisen begleiten. Und dazu braucht Er seine Kinder auf Erden:

Wenn Menschen miteinander reden, sich doch nicht verstehen, sollten wir als Übersetzer dabei sein und zu Verstehen beitragen. Wenn Menschen verwirrt sind durch vielen verschiedenen Meinungsrichtungen, sollten wir ihnen helfen herauszufinden, was wahr ist und wie ein christliches Verhalten aussieht. Wenn Menschen in tiefen Krisen sind, sollten wir mit ihnen zusammen herausfinden, welche Talente Gott ihnen mit auf den Weg gegeben hat, so dass sie Lösungen für ihre Probleme finden.

Als Kinder Gottes sind wir berufen Hoffnungsträger für unsere Nächsten zu sein. Und diese Hoffnung, die wir in uns haben, sie an andere weiterzugeben. Und hier dürfen wir sehr erfinderisch sein, und uns von Gottes Geist leiten lassen.

Gottes Geist in uns wirken lassen, damit unser Licht, unsere Hoffnung wahrnehmbar wird. So wie das Salz unsere Nahrung schmackhaft macht, so dürfen wir, Kinder Gottes, das Leben Anderer schmackhafter machen, denn Jesus sagt: „… ich bin gekommen damit sie das Leben haben, und es in Fülle haben.“

Robert Baden-Powell hat den Pfadfindern mit auf den Weg gegeben, dass ein Ort beim Verlassen schöner ist als er es vorher war. Lasst uns zusammen dafür sorgen.

 

Fränk Strock

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