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13. November 2020

Religion ist so überflüssig wie Musik

Uni Luxemburg: Online-Seminar im Wintersemester 2020-2021 (Webex)

In seinem neuesten Werk „Den Himmel zum Sprechen bringen“ skizziert Peter Sloterdijk in seinem ihm eigenen Stil Aspekte der Entwicklung und Spezifizität des religiösen Narrativs. Er zeigt auf, wie der Mensch versucht, durch Theater, Musik und Dichtung den Himmel bzw. die Götter zum Sprechen zu bringen. Er spricht von Theopoesis.

Dabei zeigt er die befreienden, wie die entfremdenden Aspekte religiöser Fiktionen auf. Die Säkularisierung versteht er einerseits als Prozess zur Unabhängigkeit von den sekundären „systemrelevanten“ Funktionen der Religion. Andererseits gilt ihm die Säkularisierung auch als Prozess der Freisetzung von Religion zu sich selbst. Sie wird sozusagen nutzlos. Es bleibt die nicht reduzierbare Funktion der religiösen und spirituellen Besinnung des Einzelnen, „die Auslegung der Existenz in ihrer Singularität und Verwobenheit mit anderen Singularitäten“.


Die Arbeitsgruppe „Geisteswissenschaften und Religion“ der Uni Luxemburg lädt im laufenden Wintersemester 2020-2021 zu Peter Sloterdijks neuestem Werk Den Himmel zum Sprechen bringen zu einem Online-Seminar ein, das monatlich, jeweils dienstags von 19 bis 20.30 Uhr, stattfindet.

Organisation & Anmeldung

  • Die Sitzungen finden an folgenden Daten statt:
    24.11.2020, 15.12.2020, 12.01.2021, 09.02.2021, 09.03.2021
  • Die einzelnen Sitzungen dauern 90 Minuten.
  • Nach einer ca. 30-minütigen Einführung in die zu behandelnden Kapitel bleibt Zeit für Diskussion und Austausch.
  • Interessenten werden darum gebeten, sich bei Jean-Marie Weber per Email (jean-marie.weber uni.lu) für das Seminar anzumelden.
  • Alle Teilnehmer/-innen erhalten vor jeder Sitzung einen Webex-Link, um sich zuzuschalten.
  • Eine Teilnahmebescheinigung wird auf Wunsch am Ende des Seminars ausgestellt.
Religion ist so überflüssig wie Musik
Infos und Programm
 
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