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Europa . Europe  
29. April 2019

Brief an unsere europäischen Brüder und Schwestern

Die Bischöfe der „Euregio“ richten sich im Vorfeld der Europawahlen an die Bürger Europas

Wir, Bischöfe verschiedener Diözesen Westeuropas, zusammengeschlossen in einer Gruppe, die wir „Euregio“ getauft haben, fühlen uns von den Herausforderungen der Europäischen Union zutiefst angesprochen und haben beschlossen, uns an Sie, unsere europäischen Brüder und Schwestern, zu wenden, um mit Ihnen unsere Überzeugungen und Sorgen im Vorfeld der Wahlen zu teilen.

Die Europäische Union macht derzeit verschiedene wirtschaftliche, politische, demographische und ideologische Krisen durch, die das Ausmaß der Herausforderungen zeigen, mit denen sie sich auseinandersetzen muss: Wir sind überzeugt, dass sie über alle Mittel verfügt, um ihnen zu begegnen.

Mit dem Wunsch, den fatalistischen Überlegungen, der Abkapselung und der sterilen Kritik entgegenzusteuern, wollen wir mit diesem pastoralen Brief einen klaren und konstruktiven Blick auf Europa und seine Zukunft werfen. Wir möchten unser Vertrauen in Europa und unsere Hoffnung, dass Europa neue Wege einschlagen wird, die den Gefahren, denen es ausgesetzt ist, angemessen sind, wiederholen. Ebenfalls möchten wir alle europäischen Bürger einladen, das Bewusstsein für ihr gemeinsames Erbe wiederzugewinnen, die Beiträge der Europäischen Union in ihrem täglichen Leben wahrzunehmen, ihr Handeln durch die Teilnahme an den Wahlen zum Europäischen Parlament zu unterstützen und sich für eine Zukunft einzusetzen, die vom Dienst am Gemeinwohl aller Völker Europas geleitet wird.

Europa: Jahrhunderte Teilungen

Die Geburt Europas ist das Ergebnis eines jahrhundertelangen Prozesses. Im Laufe ihrer Geschichte wurden die Völker Europas durch gegenseitige Einflüsse genährt, die die europäische Kultur und den europäischen Geist geprägt haben: bildende Kunst und Literatur, Geisteswissenschaften, Philosophie, Poesie, Recht usw. Die Botschaft Christi ist gekommen, um diese Beiträge auf der geistlichen Ebene zu befestigen und die Völker Europas für die neuen Anforderungen des Evangeliums zu gewinnen: die Würde des Menschen, die Solidarität mit allen und die Hoffnung auf das ewige Leben. Das Römische Reich ist einer vereinten europäischen Zivilisation mit einer gemeinsamen Kultur und gemeinsamen Werten gewichen, unter dem Einfluss von Herrschern und Denkern, die im Namen ihrer christlichen Überzeugungen handelten. Darüber hinaus schuf das Judentum ein Netzwerk kultureller Solidarität, das seine Türen nach Osten und nach Afrika öffnete; und der Islam brachte uns Algebra, arabische Zahlen und die Öffnung nach China über die Seidenstraße.

Dieser europäische Geist verkörperte sich im Mittelalter an den Universitäten, zwischen denen sich die Studenten ohne Schwierigkeiten bewegten, in den gotischen Kathedralen, die die europäische Landschaft prägen und von einer großen architektonischen Vertrautheit zwischen den verschiedenen Ländern zeugen. Diese Merkmale der europäischen Einheit sind die sichtbaren Zeichen der Geschichte und Kultur, die noch heute alle Europäer einen.

Im Laufe der Jahrhunderte litt diese langsame kulturelle Vereinigung unter äußeren Angriffen, aber auch unter dem Individualismus und dem Machthunger der Staaten, die zu politischen und diplomatischen Auseinandersetzungen geführt haben. Die grausame Erfahrung zweier aufeinanderfolgender Weltkriege ist das jüngste und schmerzhafteste Beispiel. In Europa sind auch Totalitarismen aufgetaucht, die bis zur Vernichtung des jüdischen Volkes und anderer als minderwertig eingestufter Menschen geführt haben. All diese Werke standen im völligen Widerspruch zum europäischen Geist und zu den kulturellen Werten, die die Einheit Europas gebildet haben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossen die europäischen Politiker, die fatalen Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Robert Schuman, Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi und Paul Henri Spaak haben einen neuen Weg der Versöhnung und Zusammenarbeit eingeschlagen. Sie verteidigten das Projekt einer Gemeinschaft, die die Bündelung der Kohle- und Stahlproduktion aus mehreren Grenzländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande und Luxemburg) ermöglichen würde, um jeden Krieg durch diese wirtschaftliche Solidarität nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich zu machen. Ein friedliches und geeintes Europa war damals für viele Europäer eine Hoffnung: Dieser Traum wurde durch die Kühnheit visionärer Politiker Wirklichkeit.

Die Väter Europas teilten gemeinsame Werte: den Sinn für das Gemeinwohl, die Achtung der Würde des Menschen, Solidarität, Gerechtigkeit und Frieden. Diese Männer, fast alle von christlichen Überzeugungen geleitet, sahen, dass die politischen Realitäten, die sie gerade geschaffen hatten, und die Werte, die ihr Leben prägten, übereinstimmten. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Europäische Union mit ihren rund 500 Millionen Einwohnern aus 28 verschiedenen Nationen seither die längste Friedenszeit ihrer Geschichte erlebt. Dieser dauerhafte Frieden war eine notwendige Voraussetzung für eine harmonische und wirksame Entwicklung der europäischen Nationen.

Über diese christlichen Grundlagen sagte Papst Franziskus am 17. Mai 2016 in der Zeitung La Croix: „Ja, Europa hat christliche Wurzeln. Das Christentum hat die Pflicht, sie zu wässern, aber im Geiste des Dienens wie beim Fußwaschen. Der Dienst ist die Zukunft des Christentums für Europa.“

Unsere Berufung als Christen ist es daher, uns für Europa im Dienst des Gemeinwohls zu engagieren. Es geht darum, in die Fußstapfen der Gründerväter zu treten und dieses Werk der europäischen Harmonie fortzusetzen.

Geist, Berufung und Größe Europas

Europa ist nicht aus einer gewalttätigen und unmittelbaren Revolution entstanden, sondern aus einer allmählichen Verwandlung unter der Wirkung gemeinsamer Prinzipien, die die neue Gesellschaft hervorgebracht haben. Diese großen Prinzipien sind wie die Seele Europas: zunächst die Würde des Menschen in seiner individueller Freiheit und in der Achtung der Rechte jedes Einzelnen; die Gleichheit des Wesens aller Menschen, auf der der Gedanke der universellen Brüderlichkeit und der Solidarität mit allen beruht; der Vorrang der inneren Werte, die allein den Menschen veredeln. Diese Prinzipien sind sowohl Antrieb als auch Frucht der europäischen Zivilisation, und auf ihnen ruhen die sozialen Beziehungen auf unserem Kontinent. Auch wenn diese Prinzipien den Europäern – vielleicht unbewusst – einleuchten, werden sie derzeit in weiten Teilen der Welt nicht umgesetzt.

Das kulturelle und geistige Erbe Europas, sein Genius und sein Denken haben ihm seit Jahrhunderten eine unangefochtene Vorrangstellung verschafft. Die romanische, die gotische, die barocke und die Renaissance-Kunst wurden alle in Europa geboren. Modernes Bankwesen, große wissenschaftliche Entdeckungen, die Beherrschung der Zeit, Mechanik, Physik und moderne Chemie sind allesamt europäische Erfindungen. Die Fortschritte der Medizin, die Abschaffung der Sklaverei und das demokratische Modell sind die Früchte der Kultur unseres Kontinents.

Wir haben die Pflicht, dafür zu sorgen, dass Europa, das reich an dieser vielgestaltigen Kultur ist, wieder den Platz einnehmen kann, den es in der Vergangenheit nicht immer zufriedenstellend belegt hat, um der Entwicklung der Menschheit Orientierung zu geben, doch nicht mehr durch eine Hegemonie militärischer oder wirtschaftlicher Macht, sondern durch die Ausstrahlung seines Geistes. Seien wir überzeugt von der Berufung Europas, der uneigennützige Freund der Völker zu sein, insbesondere jener, die Kriegs- und Unterentwicklungssituationen erleben, um ihnen die für ihre geistige Entwicklung notwendigen Erkenntnisse zu vermitteln und nicht nur um rein wirtschaftliche oder materielle Hilfe zu leisten, sondern um ihnen ein neues Ideal zu schenken.

Ein solcher Geist muss sich bewähren. Das bedeutet: Wir müssen uns eines gemeinsamen, spezifisch europäischen Erbes bewusst sein und den Willen zeigen, es zu bewahren und zu entwickeln.

Die Herausforderungen Europas heute

Auch wenn Europa die längste Friedensperiode seiner Geschichte seit 1945 erlebt hat, müssen Einheit und Frieden weiter aufgebaut werden. Die aktuelle Krise ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Ursachen, die in der Komplexität der heutigen Welt ihren Ursprung haben. Wir möchten hier die wichtigsten Herausforderungen benennen, vor denen Europa unserer Meinung nach in den kommenden Jahren stehen wird.

Die Solidarität

Wir müssen ein Europa unterstützen, das mehr soziale Gerechtigkeit für alle fördert. Die Europäische Union muss der Unterstützung von Menschen Vorrang einräumen, die angesichts eines Liberalismus im Finanzwesen, der den Menschen verachtet, in Schwierigkeiten geraten sind. Deshalb müssen wir die europäischen Kooperationsprozesse verstärken, zum Beispiel auf dem Feld der Technologie oder durch andere Initiativen des Informationsaustauschs, die die europäische Identität und den gemeinsamen europäischen Geist fördern.

Der Kampf gegen neue Formen von Terrorismus

Gegenüber den neuen Formen von Terrorismus ist eine Abkapselung voneinander nicht nur irrig, sie würde im Gegenteil zum organisierten Selbstmord führen. Die europäische Solidarität auf diplomatischer Ebene ist der einzige Weg, um mit Terroristen, die keine Grenzen kennen, umzugehen. Die Herausforderung ist zu groß, als dass eine einzige Nation ihr wirksam begegnen könnte. In dieser Hinsicht wird Europa seine Bemühungen um den Schutz seiner Außengrenzen fortsetzen müssen.

Respekt vor dem menschlichen Leben

Wir müssen die Achtung des menschlichen Lebens in all seinen Phasen und in all seinen Dimensionen unterstützen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, philosophischen oder religiösen Überzeugungen. Wir glauben nämlich, dass alle Menschen nach dem Ebenbild Gottes gleich geschaffen sind.

Respekt vor der Umwelt

Die Umweltfragen müssen im Zentrum unserer Bemühungen stehen. Die Europäische Union verfügt über die Mittel, um dieses Problem anzugehen, und wir können ihr helfen, diese Herausforderung wahrzunehmen, indem sich jeder von uns in seinem täglichen Handeln zur Sicherung des „gemeinsamen Hauses“ verpflichtet: Dazu bedarf es einer Veränderung unseres Lebensstils, eines verantwortungsvolleren Konsumverhaltens und einer bescheideneren Lebensweise. Wir müssen lernen, Umweltfragen von einer integralen Ökologie her zu denken, die den Menschen ins Zentrum der Schöpfung stellt, in seiner Beziehung zu den anderen Menschen und zu den anderen Geschöpfen. „Wir sind berufen, die Werkzeuge Gottes des Vaters zu sein, damit unser Planet das sei, was Er sich erträumte, als Er ihn erschuf, und seinem Plan des Friedens, der Schönheit und der Fülle entspreche.“ (Papst Franziskus, Enzyklika Laudato Sì, Nr. 53)

Das Thema Migration

Europa muss die Frage der Migration im Einklang mit seinen Grundprinzipien der Achtung der Menschenwürde und der Gemeinwohlorientierung angehen. Migranten verlassen ihr Land aus wirtschaftlichen Ursachen oder auf der Suche nach Sicherheit. Europa muss in einem von allen seinen Mitgliedstaaten angenommenen und abgesprochenen Ansatz dafür sorgen, dass es Migranten mit Respekt vor ihrer Würde aufnimmt und gleichzeitig ihre Notsituation mit der gebotenen Geduld und Empfindsamkeit meistert, damit die ergriffenen Maßnahmen nicht zu Spannungen in den aufnehmenden Gesellschaften führen. Christen müssen diese leidenden Menschen mit dem Blick Christi betrachten.

Beschäftigung und demografische Fragen in Europa

Die europäischen Länder stehen vor unterschiedlichen beschäftigungspolitischen und demografischen Herausforderungen: Verschiedene Länder sind nicht in der Lage, ihren Einwohnern eine sichere Arbeitsstelle anzubieten, andere stehen vor einem demografischen Rückgang und haben Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen. Eine abgestimmte Politik könnte die derzeitigen Schwierigkeiten überwinden und dazu beitragen, dass diese Schwäche eine Chance für die europäischen Bürger wird. Jedem Menschen die Chance auf eine sichere Einkommensquelle zu bieten, ist die unabdingbare Voraussetzung, um eine ganzheitliche Entfaltung des Menschen zu gewährleisten.

Die europäische Identität stärken

Die Länder der Europäischen Union müssen offen sein für den Dialog zwischen ihren von einer großen Vielfalt geprägten Mitgliedstaaten. Diese Aufgeschlossenheit bedeutet nicht, dass jedes Land seine Identität verliert. Im Gegenteil, jedes an seiner eigenen Kultur reiche Land, lässt das andere einen Teil der europäischen Identität entdecken. Deshalb müssen wir Vorhaben der europäischen Zusammenarbeit verstärken, wie zum Beispiel im technologischen Bereich das Airbus-Projekt, das Satellitenprojekt Galileo und alle Initiativen zur Integration und zum Austausch von Erkenntnissen, die diese europäische Identität fördern.

Das Europa von morgen gemeinsam gestalten

Angesichts der Herausforderungen, denen Europa ausgesetzt ist, und der sich rasch verändernden Welt kann Europa nicht von außerhalb gerettet werden. Europa ist eine Gemeinschaft von Staaten, die aus freien Stücken gemeinsam und organisiert handeln: Insofern tragen die Staaten Verantwortung für das Versagen Europas wie auch für die Maßnahmen, die angesichts der Gefahren, die es bedrohen, getroffen werden. Die europäische Geschichte zeigt, dass Zwietracht unter den Staaten Europa schwächt, dass aber Einigkeit es rettet. Europa ist und bleibt das, was wir aus ihm machen. Europa aufzugeben, käme nicht nur einem Selbstmord gleich, es würde bedeuten, vor der Geschichte die schreckliche Verantwortung dafür übernehmen zu müssen, ein Erbe aufgegeben zu haben, das uns vor fast 2000 Jahren anvertraut wurde, dem unsere Vorfahren einen unvergleichlichen Glanz verliehen haben und das die heutige Welt so dringend braucht. Wir müssen, wir wollen Europa seine Ausstrahlung und seine Kraft zurückgeben, mit anderen Worten, wir müssen ihm seine uralte Mission als Anstifter zu Dialog – und Integration der Völker zurückgeben.

Europa wird seine Seele in der Vielfalt seiner Fähigkeiten und Zielsetzungen wiedergewinnen. Die Einheit der grundlegenden Prinzipien, die Europa seit Jahrhunderten zusammenhalten, ist mit der Vielfalt der Traditionen und nationalen Überzeugungen vereinbar. Seien wir stolz auf die Werte des Humanismus und der Solidarität, die uns verbinden, und seien wir uns bewusst, dass jeder von uns die Verantwortung für die Zukunft Europas trägt. Lassen wir uns verpflichten, die Seele und den Geist Europas lebendig zu halten. Sein Schicksal liegt heute in unseren Händen.

So rufen wir katholischen Bischöfe unsere Mitbürger auf, im Geiste des Dienstes am Gemeinwohl für all unsere europäischen Mitbürger, an den Europawahlen teilzunehmen. Angesichts mancher Schwierigkeiten könnten einige versucht sein, der Europäischen Union den Rücken zu kehren und sich in voneinander unabhängige Nationen zurückziehen. Wir sind davon überzeugt, dass Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Nationen die fruchtbarste Antwort sind, die wir auf die aktuellen Probleme Europas geben können. Voller Vertrauen und Hoffnung in diese Schicksalsgemeinschaft glauben wir, dass die dunklen Tage einer neuen Morgendämmerung weichen werden, vorausgesetzt, dass sich jeder seiner Verantwortung bewusst ist und sich nicht seiner Pflicht entzieht.

Am Fest der heiligen Katharina von Siena (1347-1380) möchten wir an den Appell erinnern, den diese außergewöhnliche Frau zu ihrer Zeit an die katholische Kirche gerichtet hat, um das Schisma zu beenden und gegen das zu kämpfen, was Europas Einheit kompromittiert und korrumpiert. Im Evangelientext, der am Fest der heiligen Katharina gelesen wird und den wir allen zur Meditation empfehlen, spricht Jesus zu Nikodemus über die Wiedergeburt aus dem Geist: „Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.“ (Joh 3,7-8) Möge der Atem des Geistes uns von oben her führen und zur Wiedergeburt Europas beitragen!

Luxemburg, am 29. April 2019, am Fest der heiligen Katharina von Siena, Schutzpatronin von Europa

+ Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg
+ Stephan Ackermann, Bischof von Trier
+ Jean-Pierre Delville, Bischof von Lüttich
+ Helmut Dieser, Bischof von Aachen
+ Jean-Paul Gusching, Bischof von Verdun
+ Jean-Christophe Lagleize, Bischof von Metz
+ Jean-Louis Papin, Bischof von Nancy
+ Marc Stenger, Bischof von Troyes
+ Rémy Vancottem, Bischof von Namur

Übersetzung der französischen Originalfassung des Briefes „Lettre à nos frères et soeurs Européens“

Brief an unsere europäischen Brüder und Schwestern
La lettre singée par les évêques de l’Euregio
 
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