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Europa . Europe  
5. Februar 2016

Tragisches Schicksal der Christen als Völkermord anerkannt

COMECE begrüßt Resolution des Europäischen Parlaments zu den systematischen Massenmorden von ISIS

Die COMECE begrüßt die Resolution des Europäischen Parlaments vom 4. Februar als einen bedeutenden Schritt nach vorn, um Maßnahmen zur Verhinderung des einsetzenden Völkermordes gegen Christen und anderen Minderheiten zu erleichtern.

Papst Franziskus war einer der ersten, der das Wort „Völkermord“ verwendete, um die systematischen, barbarischen und tödlichen Angriffe auf christliche Gemeinschaften und anderen gefährdeten Gruppen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit zu benennen. Am 9. Juli 2015 erklärte der Papst: „Heute sehen wir mit Grauen, wie im Nahen Osten oder an anderen Orten der Welt viele unserer Brüder und Schwestern um ihres Glaubens an Jesus willen verfolgt, gefoltert und ermordet werden. Und wir müssen es auch anprangern: In diesem dritten Weltkrieg „in Raten“, den wir erleben, ist – drastisch gesprochen – eine Art Völkermord im Gange, der aufhören muss.„In einer Weise, die als bemerkenswert zu begrüßen ist, hat das Europäische Parlament am Donnerstag, dem 4. Februar eine Resolution verabschiedet, die den systematischen Massenmorden von ISIS an religiösen Minderheiten benennt. Aus dem Text geht eindeutig hervor, dass nach Ansicht des Parlaments“der sogenannte ISIS an Christen und Jesiden und anderen religiösen und ethnischen Minderheiten, die nicht mit seiner Auslegung des Islams einverstanden sind, Völkermord verübt und dass aus diesem Grund Maßnahmen aufgrund der Konvention der Vereinten Nationen von 1948 über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes folgen müssen.“ Das Europäische Parlament befürwortet ebenfalls, dass „Maßnahmen ergriffen werden sollten, um es als Völkermord durch den UN-Sicherheitsrat zu erkennen“.

Diese Resolution, die einen selten derartigen gesehenen parteiübergreifenden Konsens erreichte, wurde durch den Abgeordneten Lars Adaktusson initiiert. Sie stellt eine wachsende Wertschätzung der Parlamentarier dar, was verfolgte Minderheiten, einschließlich der Christen im Nahen und Mittleren Osten dauerhaft durchleben, wie auch ein klares Zeichen der Dringlichkeit, sich ihrem ernsthaften Schicksal anzunehmen. Die Parlamentarische Versammlung des Europarates (27. Januar 2016) bestätigte bereits, dass „Staaten [nunmehr] auf die Annahme wirken können, dass Daesh Völkermord begeht.“ Das Europäische Parlament hat dies mit anderen Worten nun beschrieben.

Pater Patrick Daly, COMECE-Generalsekretär sagte: “Wir begrüßen diese Resolution des Europäischen Parlaments als einen bedeutenden Schritt nach vorn, Maßnahmen zur Erleichterung des einsetzenden Völkermordes gegen Christen, Jesiden und anderen ethnischen und religiösen Minderheiten sowie Gemeinschaften im Nahen und Mittleren Osten zu verhindern. Schritte strafrechtlich zu verfolgen und vor Gericht zu bringen, sind ebenfalls unerlässlich. COMECE schätzt besonders die große Aufmerksamkeit, das das EP zur Frage der Achtung der Vielfalt und Religionsfreiheit in einem unruhigen Teil der Welt gegeben hat, mit dem wir doch alle eine bedeutende kulturelle Bindung genießen.“

Mitgeteilt von der COMECE

 
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