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Jahr A (2016-2017)  
24. November 2017

Zum Christkönigsfest

26.11.2017

Mt 25, 31-46

Es ist erstaunlich, dass einer der wichtigsten Prediger der Antike, Johannes Chrysostomos, sich über 170 mal mit diesem Evangelium in seinen Homilien befasst hat. Er hat unter anderem vor wohlhabenden Palastdamen in Konstantinopel darüber gesprochen und dabei die Ansicht geäußert, dass es ihren Schoßhunden besser gehe als den Armen vor der Kirchentür.

Das Evangelium besagt: Wer die Werke der Barmherzigkeit praktiziert, egal welchem Glauben er angehört, der wird auf die rechte Seite gerufen. Wer sich den kleinsten Taten der Barmherzigkeit verweigert, wird es nicht. Auf den wartet Verdammnis. Und wenn schon die Heidenvölker – also diejenigen, die nicht an Christus glauben – nach den Werken der Barmherzigkeit gerichtet werden, wie viel mehr gilt dies für uns Christen! Dieses Gerichtswort ergeht also über uns Christen. Jesus betont dies auch in der Bergpredigt: „Wenn ihr nur die grüßt, die euch grüßen… wenn ihr nur denen etwas leiht, die euch etwas leihen… was tut ihr dann besonderes? Das tun auch die Heiden.“

Aber an uns Christen soll man erkennen können, dass wir keine Heiden sind: Zu unserem Leben als Christen kommt die Verehrung Gottes, die dem christlichen Leben Gestalt gibt, hinzu. Ein Christ ist jemand, der an Jesus Christus glaubt und ihn auch ernst nimmt – und zwar auch als König. Und so war auch das Christkönigsfest besonders wichtig im Nazideutschland. Es war der Tag, an dem man Farbe bekannte, an dem man nicht die kurze Hose der Hitlerjugend anzog. Heutzutage hingegen gilt das Christkönigsfest vielen als überholt. Aber stimmt das wirklich? Wenn es diesen Tag nicht gäbe, müsste man ihn heute erfinden und das Fest einführen.

Denn wo finden wir Grundsätze der Gerechtigkeit? Wo gibt es Vorbilder, nach denen wir uns richten können? Seien wir ehrlich: Es gibt sie nicht. Wir sollten uns nichts vormachen. Betrachten wir doch einmal unsere politischen Landschaften: Egal wie manche Präsidenten heißen, ob Putin oder Trump, in einigen Ländern oder Gegenden geht es unübersichtlich zu – oder sehr viel schlimmer, wofür beispielsweise der sogenannte Islamische Staat steht. Wenn wir näher hinschauen, werden wir immer enttäuschter, da diese Regierenden so sind wie wir: schwach!

Wo finden wir Halt? Wir brauchen dringender denn je die Lichtgestalt der ganzen Welt, die Jesus Christus ist, weil er selber Gott ist und nach göttlichen Prinzipien für Gerechtigkeit sorgt und zwar in Liebe, Barmherzigkeit und Frieden.

Quelle: Luxemburger Wort

 
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