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Wegweiser Jahr A (2016-2017)  
2 janvier 2017

Königin des Friedens – (beg)leite uns.

Wegweiser zum Sonntag, 1. Januar 2017

Am ersten Sonntag nach Weihnachten in diesem Jahr fallen verschiedene Feste zusammen : das Hochfest von Maria, der Mutter Jesu, das Fest der Namensgebung Jesu, der Tag der Beschneidung Jesu – und – am 1. Januar 1967, vor 50 Jahren von Papst Paul VI eingeführt, der Weltfriedenstag. Frieden – Weltfrieden – ein hochaktuelles Thema mehr denn je !
Wenn ich in den Nachrichten Bilder sehe von Menschen in Aleppo oder Kairo, Berlin, Nizza oder Kinshasa, kommen mir oftmals die Tränen. Wie ist es möglich, dass Menschen anderen soviel Leid antun ? Wie kann es sein, dass sich die Waffenkonzerne die Taschen füllen und die ganze Welt schaut zu ? Warum lässt Gott, den wir im Credo Vater und Allmächtigen nennen zu, dass hab- und machtgierig gewaltvolle Menschen und Strukturen das Leben anderer zerstören ? Ohnmächtig mächtiger Gott – worin besteht denn seine Macht ? Gott schweigt – so scheint es. Bereits der alttestamentliche Hiob haderte mit seinem gerechten Gott.
Das Kirchenjahr leitet unseren Blick auf das Kind in der Krippe, das selbst zum Flüchtling wurde. Wir Christen glauben an einen Gott, der das Leben der Menschen teilt bis in die tiefsten menschlichen Abgründe. Vielleicht macht genau dieses Hinabsteigen « in die Unterwelt » seine Größe aus. Wir glauben nicht an einen Gott, der mit Kanonen und Bomben den Feind ausschaltet. Wir glauben an einen Gott, der Mensch wurde und am eigenen Leib Gewalt und Ausgrenzung erfuhr, von der Krippe zum Kreuz. Kann es sein, dass Gottes Macht in seiner absichtslosen endlosen Liebe und im unzerstörbaren Glauben an das Gute im Menschen besteht ? Geheimnis des Glaubens !

Was jedoch bedeutet das für uns ? Wir BürgerInnen haben in unseren Ländern demokratisches Wahlrecht – eine Errungenschaft ! aber wir stehen den großen Konflikten dieser Welt meist hilflos gegenüber. Dennoch, der Gott des Friedens tut nichts ohne uns. So wie Krieg, Terror und Gewalt nicht ohne menschliches Zutun geschehen, so fällt auch der Frieden nicht vom Himmel herab. Dort wo ER uns berufen und gesandt hat in Familie, Beruf und Gesellschaft, können wir unseren kleinen Baustein zu mehr Frieden beitragen.
Chiara Lubich, die Gründerin der Fokolarbewegung schreibt : « Es ist nicht der historische Jesus, der die Probleme lösen wird. Es ist ’Jesus-Wir’, ’Jesus-Ich’, ’Jesus-Du’ ». Wir sind die Hände und Füße des neugeborenen König des Friedens.

Der Frieden in der Welt beginnt in/durch uns selbst. Im Buch Micha heißt es : „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“1 Frieden setzt gemeinsames Wollen voraus. « Wir werden keinen Frieden auf Erden haben, wenn wir nicht die gegenseitige Abhängigkeit alles Seins begreifen »2. Globale Probleme müssen wir gemeinsam lösen. Wo Ressourcen gerecht verteilt werden, sind die Chancen auf Frieden groß. Der „Gott mit uns“ möge uns auf diesem Weg leiten und begleiten, damit wir unseren Verantwortungen entsprechend zu entschiedenen Friedensboten werden.
Maria Königin des Friedens, hilf uns Wege zu finden, dass die Waffen endgültig schweigen, und die internationale Gemeinschaft sich einsetzten, Lösungen auf dem Verhandlungsweg zu finden.

Maria, Königin des Friedens, hilf uns im Herzen zu bewahren, wo dies angebracht ist, aber ebenso, wo dies nötig, zu reden und die richtigen Fragen zu stellen.

Marie Königin des Friedens – bitte für uns.

Milly HELLERS
milly.hellers cathol.lu
 
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