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Wegweiser Jahr C (2015-2016)  
26. November 2015

„Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf!“ Lk 21,5-36

Wegweiser für den 1. Advent

(Foto by Roger Nilles [cc by-nc-nd] via phototheque.cathol.lu)

"Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen,
und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein
über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen (…).
Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter;
denn eure Erlösung ist nahe."

In der dritten Generation nach Christi Geburt, zur Zeit der Redaktion der Endzeitrede Jesu, bleibt die Naherwartung der Wiederkunft Christi unerfüllt. Die erschütternden Bilder des Evangelisten treffen auf die geschichtliche Erfahrung der Menschen, die das Trauma der Zerstörung Jerusalems in sich tragen und sehnsüchtig auf Gottes Reich warten. Ihnen wird das Kommen des Menschensohns auf einer Wolke angekündigt. Die furchterregenden Ereignisse werden auf dem Sinnhorizont der Liebe Gottes gedeutet.

Die Wolke als Bild der treuen Gegenwart Gottes finden wir mehrfach in der Bibel – als Wegweiser der Israeliten in der Wüste; als Ort der Stimme Gottes, der seinen Sohn offenbart und zu den Herzen der Menschen spricht; als Zeichen des Aufbruchs Gottes mit den Menschen in eine neue Zeit.

Nicht in einer fernen Zukunft, nein, mitten im Jetzt bricht die Endzeit an, und genau dann und dort, wenn Terror und Angst walten, lässt Gott die Menschen nicht allein. In der Haltung der Wachsamkeit, im aufmerksamen Verharren in der Gegenwart Gottes, erreicht uns Seine liebende Zusage – „Eure Erlösung ist nahe!“. Wir können uns aufrichten und der Liebe Gestalt geben im Dienst an den Mitmenschen, gerade und besonders jenen, die „vor Angst vergehen“, die durch das „Toben und Donnern des Meeres“ hindurch flüchten, die den großen und den kleinen Terror durchqueren.

„Wacht und betet allezeit“ heißt die Kernbotschaft dieses Evangelientextes am 1. Advent. Mit den schlichten Worten des modernen Mystikers, dem UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld können wir sprechen:

"Vor dir, Vater
in Gerechtigkeit und Demut,
mit dir, Bruder,
in Treue und Mut,
in Dir, Geist,
in Stille."

(Dag Hammarskjöld, Zeichen am Weg, Pattloch-Verlag, München 2001, S. 107.)

(Quelle: wort.lu)

Mehr zum Thema: Alle „Wegweiser“-Texte finden Sie hier…

Elisabeth WERNER
 
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