Deliberationsregister – Quelle zur Pfarrgeschichte
In dieser Woche stellen wir Ihnen den Bestand der Deliberationsregister vor. (Ein Sommer mit dem Diözesanarchiv 3/9)
In dieser Woche stellen wir Ihnen den Bestand der Deliberationsregister vor, welche eine signifikante Quelle für die Geschichte der Pfarreien und die damit verbundene Forschung darstellen.
Auf der Grundlage napoleonischer Gesetzgebung wurden ab 1809 die sogenannten Kirchenfabriken zur Verwaltung des Vermögens und zur Abwicklung der Rechnungslegung der Pfarreien eingerichtet. Sie waren Körperschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit und Räten, die sich zu ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen trafen, welche zu protokollieren waren.
Die Niederschriften wurden in Deliberationsregister eingetragen. Regelmässig wiederkehrende Themen waren vor allem das Kirchenrechnungswesen und die Finanztransaktionen, Liegenschaftsangelegenheiten, die Verwaltung von Stiftungen und Testamenten, Bauarbeiten an den Kirchengebäuden oder das Verhältnis zur Gemeindeverwaltung.
Die Deliberationsregister wurden ab 1809 schrittweise eingeführt und werden nach Pfarreien geordnet angezeigt. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Register wird die Freischaltungsfrist nach dem Jahr des Eintrags und nicht wie üblich nach dem Enddatum der Laufzeit des gesamten Registers berechnet. Somit haben Sie die Möglichkeit, die Register online bis 1926 und intern bis 1966 zu konsultieren.
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