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„Lass mich immer meine Aufgabe und mein Vorrecht als Schausteller bedenken"

Die Schaustellergemeinschaft versammelte sich zum Gebet in der Kapelle von Glacis.

Freude und Unterhaltung zu verbreiten – das ist die schöne Aufgabe der Schausteller im Herzen der großen Menschheitsfamilie. Während der Schueberfouer lässt ihnen diese Aufgabe kaum Zeit zum Ausruhen. Während die Kirmes mittags ihre Tore öffnet und um ein Uhr morgens wieder schließt, sind sie schon lange davor und lange danach im Einsatz. Und doch nehmen sie sich jedes Jahr am Morgen des letzten Freitags der Kirmes, wenn die Fahrgeschäfte noch schlummern, die Zeit, zusammenzukommen, um Gott zu danken, für die Verstorbenen zu beten und ihm ihre Sorgen anzuvertrauen.

Am 4. September versammelte sich daher in der Kapelle am Glacis eine zahlreiche Gemeinde, in der sich Stammgäste und Schausteller aller Altersgruppen mischten. Ein großes Vergnügen für die Älteren war dieses jährliche Wiedersehen, und ebenso eine große Freude für die drei Zelebranten: Kanonikus Patrick Muller, Seelsorger der Schausteller aus Luxemburg, Pater Bernhard van Welzenes, Seelsorger der Schausteller aus den Niederlanden, und Kanonikus Claude Bache. Letzterer wurde gerade zum Ritter der Bruderschaft „Poisson d’Or“ geschlagen. Die Bruderschaft, die traditionell den ersten Fisch des Jahrmarkts verkostet, sammelt Spenden, die in diesem Jahr an „Een Häerz fir kriibskrank Kanner“ weitergeleitet wurden.

Die Feier bot Gelegenheit, Pater Kristiaan (Georges) Van der Linden, dem Seelsorger der belgischen Schausteller, zu gedenken, der im vergangenen August verstorben ist. In seiner Predigt ging Pater Bernhard van Welzenes auf die Besonderheiten des Lebens dessen ein, den seine Angehörigen einfach „De Moeze“ nannten – eine unübersetzbare Abkürzung für „Seelsorger“. Die Begriffe Ökumene, Hoffnung und Freude vermitteln ein gutes Bild dieses Kapuzinerpriesters, der sein Leben den Fahrenden gewidmet hatte und gerne dazu riet, jeden Tag mindestens eine Minute lang an Gott zu denken – jedoch nicht, indem man in den Himmel blickt, sondern indem man sich umschaut. Für ihn wurde eine Kerze an der großen Votivkerze angezündet, die die Schausteller der Kapelle vor zwanzig Jahren geschenkt hatten.

Nach der Messe zogen die Gläubigen hinter dem Banner der Schausteller zu den Klängen eines Trios aus Akkordeon, Gitarre und Gesang in einer Prozession zum Denkmal für Johann den Blinden (1296–1346), König von Böhmen und Graf von Luxemburg. Derjenige, der dem berühmten „Blanne Jang“ seinen Namen gab, gründete den Jahrmarkt im Jahr 1340, und jedes Jahr kommen die Schausteller und die Stadt Luxemburg, um ihm die Ehre zu erweisen. Während sich die Schueberfouer im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt hat, um den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen ihrer Zeit gerecht zu werden, bleiben bestimmte wesentliche Werte unverändert: Freude, Dankbarkeit und Brüderlichkeit.


Schaustellergebet

O mein Gott,
ich glaube an Dich, ich vertraue Dir,
ich liebe Dich und danke Dir, dass Du mich segnest.
Ich bitte Dich, vergib mir meine Sünden und meine Nachlässigkeit.
Ich bitte Dich, bewahre und beschütze mich und meine Lieben.
Lass mich immer meine Aufgabe und mein Vorrecht bedenken, als Schausteller allen Menschen Freude und Vergnügen zu bringen, besonders aber der Jugend, den Einsamen und denen, die in diesem Leben benachteiligt sind.
Und wenn meine irdische Tat vollendet ist, wenn der letzte Vorhang fällt, dann nimm mich zu Dir und lass mich ewig glücklich sein bei Dir.
Amen


Dieser Artikel wurde mithilfe einer KI-Software aus dem Französischen übersetzt und anschließend Korrektur gelesen und überarbeitet, um die Richtigkeit und redaktionelle Qualität zu gewährleisten.

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