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Synodalität, nicht ein Schlag-Wort...

...sondern die Herausforderung sich vom Geist Gottes leiten zu lassen.

Sie haben heute einen Wunsch frei. Was würden Sie sich wünschen, für sich selbst, für ihren Dienst in der Kirche, für die Entwicklung der Kirche in Luxemburg? Mit diesen Worten, inspiriert aus dem Buch der Richter, leitete Bischof emeritus Dr. Felix Genn aus Münster den spirituellen Tag am Beginn der Fastenzeit für die Diözesanen ein. Um Erzbischof Kardinal Hollerich hatten sich zum Thema „Die Spiritualität der missionarischen Jüngerschaft - Eine Kirche, die sich vom Geist leiten lässt“ über 50 Männer und Frauen eingefunden. Die Verantwortlichen für die diözesane Fortbildung hatten den bekannten Gastreferenten, der lange Zeit Spiritual am Trier Priesterseminar war, bevor er als Weihbischof und Bischof an verschiedenen Orten wirkte, eingeladen.

Durch seine empathische Art die Menschen wahrzunehmen und ihnen zuzuhören, nahm der Referent die Teilnehmenden mit auf den Weg der Synodalität, den es jetzt in der 3. Phase der Synode zu vertiefen gilt. Er berichtete von seinen eigenen Erfahrungen als Bischof mit dem Synodengeschehen in Rom und von einem Weg der Umkehr, den er selbst als Hirte, gehen musste. Hier wurde das „Gespräch im Geist“ für ihn zum Schlüsselprinzip in einer Kirche die unwillkürlich vor entscheidenden Herausforderungen und großen Fragen steht. Das synodale Gespräch wurde für ihn zu einem offenen Tor, durch das alle eingeladen sind auf den Geist zu hören und in einen Prozess zu treten.

 „Offene Türen laden ein, hindurchzugehen. Die Dynamik der Synodalität mit ihren beiden Synodensitzungen hat Fahrt aufgenommen und wird die Kirche weiter verändern.“  Diesen Weg kann man jedoch nur gehen, wenn andere mitgehen. Im Anschluss an das persönliche Zeugnis des Bischofs, gekoppelt mit vielen Impulsen, für das pastorale Sein und Handeln, lud Bischof Genn die Teilnehmenden dann zum Gespräch im Geist ein. Zunächst gingen alle gemeinsam in die Stille. „Bevor ich entscheide, muss ich ins Gebet gehen“, so der Bischof. Gebet führt immer ins Hören. Im Anschluss an die persönliche stille Zeit wurden die Teilnehmer mit einer Frage in Zusammenhang mit einem Bibeltext in Kleingruppen aufgeteilt, in denen das Hören auf die gegenseitige Erfahrung zentral war. Das Gespräch im Geist wurde dann in einem dritten Schritt, vor der Eucharistiefeier in der Hauskapelle, in einem kurzen Plenum abgerundet. Für den emeritierten Bischof aus Münster ist es klar, dass Synodalität nicht ein neues Schlag-Wort ist, sondern eine Herausforderung eine neue Kultur des Dialogs und der Kommunikation, die es gilt zu promovieren.

Da wir uns in der Phase der Umsetzung des Synodenschlussdokumentes befinden, gilt es gemeinsam in einen spirituellen Prozess einzutreten: Gespräch im Geist, nicht nur unter Gleichgesinnten, sondern als ein offener Raum des Glaubens, der aus dem Hören entsteht. Vielleicht, der Beginn eines spirituellen Prozesses, den wir auch in unserer Erzdiözese gehen wollen. Denn, wer das Wort Gottes in die Mitte stellt, kann Gottes Wirken in dieser Welt bezeugen: „Darum danken wir Gott unablässig dafür, dass ihr das Wort Gottes, das ihr durch unsere Verkündigung empfangen habt, nicht als Menschenwort, sondern – was es in Wahrheit ist- als Wort Gottes angenommen habt; und jetzt in euch, den Glaubenden, wirksam.“ 1. Thessalonicher 2,13

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