Vier Abende mit Hannah Arendt
Das Centre de formation diocésain lädt Jean-Marie Weber, Forscher an der Uni, zu einem Einblick in das Werk der Philosophin ein.
Der Name Hannah Arendt (1906-1975) wird oft mit ihrem Essay „Eichmann in Jerusalem: Bericht über die Banalität des Bösen“ aus dem Jahr 1963 in Verbindung gebracht. Hannah Arendt wurde 1961 von der Tageszeitung New-Yorker nach Jerusalem geschickt und berichtete dort über den Prozess gegen Adolf Eichmann, dem Cheforganisator des Holocaust. Sie war zu diesem Zeitpunkt bereits eine anerkannte Politologin und Philosophin, die nach ihrer Flucht aus Hitler-Deutschland 1933 in die Vereinigten Staaten geflohen war. Ihre Überlegungen während des Prozesses wurden zunächst in Form von viel diskutierten Artikeln veröffentlicht, die zwei Jahre später die Grundlage für den kontroversen Essay bildeten.
Diese Zeit von 1960 bis 1964 wird in dem 2012 erschienenen Film Hannah Arendt von Margarethe von Trotta geschildert, aus dem bei der ersten Veranstaltung am 30. Januar mehrere Ausschnitte angeschaut und diskutiert werden. Jean-Marie Weber, Forscher an der Uni-Lëtzebuerg, bietet diesen Einstieg in das Thema vor drei weiteren Abenden am 27. Februar, 6. März und 20. März, an denen zahlreiche Themen aus dem Werk der Intellektuellen behandelt werden: Liebe und Freundschaft, Verantwortung, Totalitarismus, Erziehung, Autorität und Ungehorsam, Versprechen und Vergebung...
„Ohne den Atem des Lebens ist der menschliche Körper eine Leiche, ohne Gedanken ist der Geist tot“, schrieb Hannah Arendt im ersten Band von ‚Leben des Geistes‘. Nutzen wir diese vier Abende, um unseren Geist zu beleben.
Jean-Marie Weber hat einen Doktortitel in Psychologie. Er ist Senior Lecturer in Erziehungswissenschaft an der Universität Luxemburg und ebenfalls Psychoanalytiker. Zu seinen bevorzugten Forschungsthemen gehören die Verbindungen zwischen Psychoanalyse und Kinematographie, die Lehrerausbildung, der psychoanalytische Zugang zu religiösen Phänomenen und das Schulversagen. Er hat sich eingehend mit dem Werk von Hannah Arendt beschäftigt.
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